Zwischen Terra und der Unendlichkeit —
Perry Rhodan 2400 ante portas
9. Juni 2007 @ 18:28 by Alexander Nofftz
Nach dem üblichen Hinweis von Moderator Stefan Friedrich, keine Fragen zum Dimesextratriebwerk zu stellen, war die Diskussion mit Michael Marcus Thurner, Sabine Kropp, Christian Montillon, Uwe Anton, Rainer Castor, Leo Lukas und Hubert Haensel eröffnet.
Der neue Zyklus heißt “Die Negasphäre”. Der Jubiläumsband kommt in einer “schmucken” Variante in den Handel. Autor ist Robert Feldhoff mit erweiterten Umfang, einem Sonderteil und einem weiteren vierfarbigen Sonderteil. Es wird einen besonderen Umschlag mit einem umlaufenden Titelbild von Dirk Schulz geben.
Rainer Castor will sich bemühen, bis 2450 wieder einen Roman beizutragen. Er gab zu, polarisierend zu wirken, was eine Blitzumfrage im Publikum auf die Frage, wer Rainers letzten Roman super fand, auch ergab, da sich in etwa jeder zweite meldete.
Ebenso erntete Hubert für seine Einführung von Dantyren viel Applaus, aber auch einige Buhrufe. Er berichtete, beim Schreiben sogar schweißgebadet gewesen zu sein, weil er sich intensiv in Michael Rhodan hineinversetzt hat. Er wollte natürlich nicht erzählen, wie es mit ihm weitergeht, sagte aber auch, bisher keinerlei zutreffende Spekulation gelesen zu haben.
Wann die SOL wieder vorkommt, konnte Michael Marcus Thurner nicht sagen. Er hätte keinerlei Informationen, die er weitergeben könnte. Es wäre alles noch sehr vage.
Uwe sagte, dass das Zyklus-Ende “furios” werden wird. Er musste sich losreißen, um überhaupt nach Garching fahren zu können. Ebenso blickte er bei dem Stichwort “Zeut-80″ pfeifend in die Luft.
Frank Borsch wird auch wieder im nächsten Zyklus vertreten sein, und bemüht sich, den Roman zwischen den 2. und 3. Band seiner Alien-Earth-Triologie einzuschieben.
Aus dem Saal kam die Frage, ob es wieder Hörspiele geben wird. In der Planung wäre so etwas gerade nicht, wie Sabine antwortete, aber neue Projekte im Bereich Audio sind geplant, die gleichzeitig mit 2400 erscheinen werden.
Ebenso wurde gefragt, wessen Idee die Reaktivierung der Sonnentransmitter war, worauf Rainer sagte: “Ich glaube, das war ich…” Der Sonnendodekaeder in der Atlan-Centauri-Serie war tatsächlich damals mit den Hintergedanken entworfen worden, den irgendwann einmal in die PR-Serie zu übernehmen. Leo Lukas dazu: “Ja, ich war auch überrascht, in den Expos das wiederzufinden, was auf der Autorenkonferenz besprochen wurde.”
Die nächsten Bände werden auch von den verschollenen Stämmen der Sphero handeln, sodass entsprechende Fragen aus dem Publikum nicht beantwortet wurden.
Die abstrusen Namen wie “Inquisition der Vernunft”, “Konquestatoren” usw. werden von Robert Feldhoff festgelegt, aber Rainer Castor gab an, dass ihm davon einiges nicht gefällt und dann einfach geändert wird.
Die Psychologin aus Uwes letzten Roman hat tatsächlich eine reale Vorlage und er hat die Szene mit dem Tisch wirklich erlebt. Er hofft, nie auf so eine Hilfe angewesen sein zu müssen.
Die Planungen für 2500 laufen soweit, aber ob und in welcher Form eine Veranstaltung stattfinden wird, steht noch nichts fest. Priorität hat aber auf jeden Fall das 50-jährige Jubiläum, für das die Rhodan-Leute am liebsten einen WeltCon hätten, was aber die Verlagsleitung noch absegnen muss.
Irgendwann kam dann wieder die Frage nach dem Dimesextratriebwerk, worauf Uwe meinte, dass man so etwas im Hinblick auf die erhöhte Hyperimpedanz durchaus ins Auge fassen müsste. Dies beantwortete Rainer mit entrüsteten Schweigen.
Sabine gab zu, dass die Präsenz im Bahnhofshandel zwar zurück ginge, aber im Marketing sehr viel mehr als früher gemacht würde. Problem wären die Reglementierungen im Vertrieb, dass etwa weniger Hefte ausgeliefert werden, wenn mal weniger verkauft werden. Sie würden dagegen ankämpfen, kämen aber gegen diese gewachsenen Strukturen aber nicht an
An Leo als Kabaretist kam die Frage, ob er nicht mal den Gucky als scharfen Kritiker der anderen Hauptfiguren einbringen würde. Antwort: “Ja, so ein Lästermaul könnte mir gefallen… Aber Gucky als permanenter Nörgler, hm… als alter Sack…”
Beim Computerspiel wird es demnächst auf der LKS einen Hinweis geben und es wird definitiv dieses Jahr erscheinen.
Es wurde gefragt, ob die Autoren es nicht langsam unrealistisch finden, dass große Gegner von den Terranern immer in kurzer Zeit besiegt werden. Sabine dazu: “Naja, ehrlich gesagt ist das doch das Grundprinzip jeder Geschichte.” Rainer: “Naja, wenn die Terraner ausgelöscht würden, wäre die Serie doch vorbei.” Leo: “Naja, man sagt immer, dass die Handlung im Hintertupfingen-Arm der Galaxis spielt, aber sein wir doch ehrlich: Sol ist ein sechsdimensionales Juwel.”
Auf den Stern-Artikel angesprochen, meinte Lukas, er fände es nicht gut, Presse-Zensur einzuführen. Die Autoren bekämen immer alle Presseartikel, aber so negativ wäre der Tenor nicht, aber leider bekäme PR tatsächlich nicht so viel Beachtung wie die G8.
Die Exposées sind zurzeit bei 2407 und gehen immer an alle Autoren, da alle die Handlung kennen müssen. Leo: “Ja, es gibt auch gegenseitige Abfragen, ob die Mitautoren die schon auswendig kennen.”
Es wurde bemängelt, dass zu früh aus Sicht der Gegner berichtet wird und somit der Mystizismus etwa der MdI fehlen würde. Uwe antwortete dazu, er hätte sich damals sehr drüber geärgert, dass da irgend eine Person auftauchte und dann plötzlich Faktor 1 war. Er ist der Meinung, dass Gegner irgendwie aufgebaut werden müssen. Aber selbstverständlich muss nicht alles erklärt werden.
In Kempten kommen die Hefte donnerstags, aber in Isny 5 Tage später. Sabine sagte, das sollte nicht sein, kommt aber leider immer wieder vor. Sie würde aber auf Hinweise diesbezüglich reagieren, sobald sie sie bekommt.
An Hubert kam die Frage, da er ja die richtige Auflösung bezüglich Dantyren noch nicht im Forum gelesen hätte, ob man nach dem Ausschlussverfahren vorgehen dürfe. Seine Antwort: “Da kommen bestimmt die Hefte früher!”
Leute beschwerten sich, dass mit der “Sense durch den Mysteriendschungel gefahren” worden würde: Anzug der Vernichtung, Zeitbrunnen, ES… Christian antwortete, dass er bei der ES-Geschichte noch Leser war und es klasse fand.
Jemand fragte, ob man nicht mal innenpolitische Fragen darstellen sollte. Hubert: “Naja, ich weiß nicht, wie viele Leser einen Homer-G-Adams-Wirtschaftszyklus toll finden würden, in dem die letzten Fragen der galaktischen Inflation geklärt werden.”
Letzte Fragen zum Carapol-Strukturbrenner werden noch vor 2400 geklärt.
Ein Bully-Fan sorgte sich um die Präsenz seiner Person in der Serie, da man sich in ihm gut einfühlen könne. Hubert meinte, dass Bully kein Dankbares Thema wäre, schließlich hätten die Autoren selbst noch keinen ZA. Aber ansonsten gab er Recht.
Die letzte Frage von Roman S. aus W. ging um das Thema der Themenfindung in Zyklen. Sabine antwortete, dass es einfach Erfahrungswerte sind, was meist gut ankommt.
Als letztes erfuhren wir noch, dass der aktuelle Zyklus “TERRANOVA” hieß, der nächste “Die Negasphäre” heißen wird, aber der zugehörige Großzyklus nach wie vor mit “Die Friedensfahrer” betitelt sein wird. Die Friedensfahrer wären auch wichtiger, als es momentan aussehen würde. Eine Auflösung ohne die Friedensfahre wäre für den aktuellen Zyklus nicht möglich.


